Die Sportphysiotherapeutin und Rennfahrerin Annett Fischer setzt auf den cosinuss° One, um die Sicherheit der Fahrer im Cross Country-Rallye Sport zu verbessern. Unter höchsten Belastungen müssen die Rennfahrer Topleistungen bringen und einen kühlen Kopf bewahren. Der Sensor kann ihnen zukünftig dabei helfen.

Endlose Weiten, endlose Wüsten, endlose Hitze. Cross-Country Rallyes, wie etwa die Rallye Dakar, gehören zu den härtesten und anstrengendsten Motorsport-Rennen unserer Zeit. Die körperlichen Belastungen, denen die Fahrer ausgesetzt sind, sind extrem. Sie fahren täglich bis zu zwölf Stunden am Stück auf wechselndem, unberechenbaren Terrain und das meist bei sengender Wüstenhitze. Unterschiedliche Höhen, unvorhersehbares Wetter und das hohe Tempo machen das Rennfahren für Mensch und Maschine zu einem echten Härtetest, nicht nur physisch, sondern auch mental. Eine gewisse Grundfitness, Ausdauer und hohe Konzentration trotz mentaler Belastungen und Erschöpfung sind gefragt.

Dieser Herausforderung hat sich Annett Fischer angenommen. Annett Fischer ist selbstständige DOSB-Sportphysiotherapeutin und Leiterin des Medical Department des X-raid MINI Teams, welches mit 4 Dakarsiegen, etlichen Weltcup-Siegen und Rallyelegenden wie Stéphane Peterhansel, Carlos Sainz und vielen anderen Topfahrern, eines der erfolgreichsten Rallyeteams weltweit ist. Doch Fischer kennt die Rallye-Szene nicht nur von der Betreuerseite. Seit nunmehr 10 Jahren sitzt sie auch selbst in einem „Side-by-Side“ Rallye Auto hinterm Lenkrad. In diesem Jahr startete sie gemeinsam mit ihrer Beifahrerin Andrea Peterhansel als erstes deutsches Damenteam der Geschichte bei der Rally Dakar in Peru und konnte ihre bisherige Rennfahrerkariere mit dem 1. Platz der Ladys Kategorie und einem hervorragenden 14. Platz SxS Over all beenden.

„Die Idee für die Studie kam mir inmitten der endlosen Dünen von Peru“ erzählt Fischer. „Sich über einen so langen Zeitraum konzentrieren zu können, ist wohl eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein Rallyefahrer haben muss, doch das ist bei glühender Hitze und bis zu 60°C im Rennauto manchmal echt schwer!“.

Unfälle durch Unaufmerksamkeit sind daher fast vorprogrammiert.

„Für die Studie ist es ein riesiger Vorteil, das ich weiß, welchen Herausforderungen Rallyefahrer im Rennen gegenüber stehen und welche Probleme sich daraus ergeben.“

In Fischers Forschungsarbeit werden die cosinuss° One – Sensoren eingesetzt, um die Vorteile eines Helmkühlsystem für den Cross-Country Rallye Sport zu untersuchen. Im Rahmen ihrer Masterarbeit zum MSc. Sports Physiotherapy an der Universität Salzburg untersucht sie dabei Maßnahmen, um Unfälle bei Cross-Country Rallyes durch die Erhaltung der Konzentrationsfähigkeit zu minimieren („Accident prevention in Cross-Country Rally Sport by helmet air cooling system“) und so einen Beitrag zur Sicherheit im Motorsport leisten zu können.

„Die Thermoregulation des Körpers ist noch immer ein wenig beachtetes Stiefkind im Sport, obwohl hier noch so viel Leistungspotenzial schlummert! Im Motorsport gibt es zwar hunderte von Sensoren am Auto, doch was mit den Fahrern und Beifahrern während des Rennens passiert, ist bisher nur sehr spärlich untersucht! Der cosinuss° One bietet dabei eine super Möglichkeit die Körpertemperatur während der Belastung aufzuzeichnen!“

In Vorbereitung auf ihre Studie setzte Fischer den cosinuss° One in einem ersten Test bei den Rennfahrern des X-RAID MINI Teams, „Mr. Dakar“ Stéphane Peterhansel (13-facher Rallye Dakar Sieger) und seiner Beifahrerin und Ehefrau Andrea Peterhansel, ein.

Anschließend erfolgte der Einsatz des cosinuss° One während der Rallye Kazakhstan. Während des Rennens wurden die Weltranglisten-Führenden der Side-by-Side Klasse Reinaldo Varela und sein Beifahrer Gustavo Gugelmin aus Brasilien von Fischer mit den cosinuss° One Sensoren ausgestattet, um ihre Körpertemperatur aufzuzeichnen.

Da der cosinuss° One durch die einfache Anwendbarkeit eine gute Möglichkeit bietet, die Körpertemperaturen der Rennfahrer während der Belastung kontinuierlich zu erfassen, steht für Fischer bereits nach den ersten Untersuchungen im Feld fest, dass der Sensor für den Cross-Country Rallye Sport großes Potenzial aufweist.

„Der Sensor ist klein und handlich und durch den Helm ist er gut vor dem Einfluss von Umgebungstemperatur und Wind geschützt. Daher bekommt man sehr aussagekräftige Daten und die übersichtliche Software macht das Auswerten wirklich leicht.“

Es ist eine wahnsinnige Leistung, die Rennfahrern abverlangt wird. Die mentale und physische Vorbereitung der Fahrer, sowie die sensorische Überwachung des Autos spielen für ein erfolgreiches Rennen eine entscheidende Rolle. Jedoch ist präzises Monitoring der Vitalparameter ebenso wichtig für die Sicherheit des Fahrers und den Erfolg des ganzen Teams. Bei Überanstrengung oder Überhitzung kann die Höchstleistung nicht abgerufen werden, eine Überschreitung der persönlichen Leistungsgrenze kann fatale Folgen haben. Der cosinuss° One bietet hierfür die ideale Möglichkeit der kontinuierlichen Temperaturüberwachung der Rennfahrer und wir freuen uns, durch die Zusammenarbeit mit Annett Fischer einen Teil zur Sicherheit im Motorsport beitragen zu können!