Kooperation mit der Technischen Universität München und dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München zur Fernüberwachung von COVID-19-Patienten

Zusammen mit dem Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) wollen wir der Frage nachgehen, ob schwere COVID-19-Verläufe durch die frühzeitige Erkennung mithilfe des Vitalparameter-Monitorings und einer raschen Behandlung abgewendet werden können. Dies würde nicht nur dem Patienten enorme körperliche und psychische Belastungen ersparen, sondern auch unserem Gesundheitssystem.

Zur Beantwortung dieser Frage möchte Prof. Georg Schmidt, Leiter der Arbeitsgruppe Biosignalverarbeitung, gemeinsam mit seinem Team bei einer ausgewählten Gruppe an COVID-19-Patienten, die sich in häuslicher Isolation befinden, kontinuierlich die relevanten Vitalparameter messen und mit speziellen Algorithmen bewerten. Dies geschieht mithilfe unseres Hightech-Sensors, cosinuss° Two  – ein Gerät, das die Patientin/der Patient bequem im Ohr tragen kann. Mittels optischer Messverfahren werden neben der Körpertemperatur auch die Blutsauerstoffsättigung, die Atemfrequenz und der Puls der Erkrankten rund um die Uhr gemessen.

Die so erhobenen Daten werden mittels Bluetooth an ein entsprechendes Endgerät übertragen und von dort datengeschützt zur professionellen Auswertung an die Zentrale der TUM geleitet. Ein spezieller Algorithmus zur Bewertung des Allgemeinzustandes eines Patienten und frühzeitige Erkennung von Verschlechterungen (Polyscore), liefert eine erste, automatische Auswertung der Daten, welche unter der Leitung eines Arztes von geschulten Medizinstudierenden permanent überwacht und verifiziert wird.

Wird eine Verschlechterung der Vitaldaten eines Patienten / einer Patientin festgestellt, findet umgehend eine Benachrichtigung des Rettungsdienstes und die Einleitung eines Krankenhaus-Transportes statt. Dank der automatisierten Erfassung und professionellen Auswertung können gefährliche Verzögerungen verhindert und eine rasche Behandlung ermöglicht werden. Das sind klare Vorteile gegenüber bisherigen Verfahren, in denen Erkrankte selbst Fieber messen und ihren Gesundheitszustand beurteilen sollten.

Anlass zu dieser durch Spendengelder finanzierten Studie gab die Annahme, dass sich die Prognose eines Covid-19-Patienten verbessert, je früher ein schwerer Krankheitsverlauf erkannt und behandelt wird. Zur Erfolgskontrolle werden die Daten einer vergleichbaren Stadt wie München herangezogen, in der ein derartiges Monitoring nicht zum Einsatz kommt.

Die Fernüberwachung von COVID-19 Patienten ist ein Aufruf zur Digitalisierung des Gesundheitswesens

Wir freuen uns sehr, dass wir die Studie des Klinikums Rechts der Isar der TUM mit unserer Technologie unterstützen können. Für uns leistet diese Studie einen wertvollen Beitrag im Bereich der Fernüberwachung – nicht nur von COVID-19-Patienten – und damit zur Entlastung unseres Gesundheitssystems.

Hier lesen Sie mehr über die Fernüberwachung von Patienten bei COVID-19