Robuste Im-Ohr-Vitalparametermessungen trotz Hubschraubervibrationen

Die cosinuss° Monitoringtechnologie wurde in simulierten Hubschrauberflügen an der Technischen Universität München, koordiniert vom LMU-Universitätsklinikum München, in simulierten Hubschrauberflügen ausgiebig getestet. Ziel war es, festzustellen, ob Hubschraubervibrationen einen Einfluss auf das Photoplethysmogramm (PPG) haben, das von einem In-Ear-Sensor im äußeren Gehörgang abgeleitet wird, und ob die Vibrationen die Berechnung von Vitalparametern wie Pulsfrequenz (PR) und SpO2 beeinflussen.
Um ein möglichst realitätsnahes Szenario zu schaffen, wurden die Schwingungen des Flugs direkt über den Sitz auf die insgesamt 17 Proband:innen im Simulator übertragen. Die Proband:in hielt seinen/ihren Kopf direkt an die Kopfstütze, die mit dem „Shaker“ verbunden war. Eine Dämpfung durch die Sitzpolsterung war kaum vorhanden.
Zur Analyse der aufgezeichneten PPG-Daten wurden Algorithmen zur Mustererkennung eingesetzt. Um zu beurteilen, wie sich Vibrationen auf die Signalqualität auswirkten, wurden die Messungen von den Proband:innen mit und ohne Vibration verglichen. Die Analyse ergab keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den SQI-Werten im Ruhezustand und unter Vibration1.
Darüber hinaus wurden die aus dem Im-Ohr-PPG-Signal abgeleitete Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung (SpO2) mit Referenzwerten verglichen, die aus einem klinischen Überwachungssystem (EKG und fingerbasierter Pulsoximetriesensor) gewonnen wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die simulierten Hubschraubervibrationen die Signalqualitätsindikatoren nicht negativ beeinflussten und dass die berechneten Pulsfrequenz- und Sauerstoffsättigungswerte zwischen Ruhe- und Vibrationsbedingungen konsistent waren.
Zusammenfassend zeigt die Studie, dass Bewegungen wie Vibrationen der Hubschrauberkabine während Luftrettungseinsätzen die Qualität der cosinuss° Monitoringlösung nicht wesentlich beeinträchtigen.
Der Artikel wurde zuletzt am 19. Januar 2026 aktualisiert.










