Herzratenvariabilität

Die Herzfrequenz eines gesunden Menschen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Die Regulierung erfolgt zum größten Teil vom autonomen Nervensystem im Gleichgewicht zwischen dem stimulierenden Sympathikus und dem dämpfenden Parasympathikus. Daraus ergibt sich die Herzratenvariabilität (HRV).

Der Organismus passt die Herzschlagrate beständig an die gegenwärtigen Umstände und Erfordernisse an. Eine stärkere körperliche oder psychische Belastung erhöht die Herzfrequenz, in Phasen der Entspannung ist die Herzfrequenz niedriger. Eine höhere Anpassungsfähigkeit des Organismus zeigt sich in einer größeren Variabilität der Herzfrequenz. Im Falle einer chronischen Stressbelastung besteht dauerhaft eine hohe Anspannung und die Variabilität ist infolgedessen stärker begrenzt.

Aus der Herzratenvariabilität lassen sich deshalb Aussagen ableiten über:

  • Stress Level
  • Ermüdungswert (Fatigue Score)
  • Übertraining
  • Gesundheitszustand

Wie misst unsere cosinuss° Sensorik die Herzratenvariabilität?

Um die HRV-Parameter berechnen zu können, erfasst der Ohrsensor die RR-Intervalle, das heißt, es findet eine sehr genaue Messung der Herzrate statt. Aus jeweils 5 Minuten Messungen der RR-Intervalle können dann auf unserem LabSystem die HRV-Parameter und weitere Analysen berechnet werden. Diese Parameter können umfassende Erkenntnisse über die Gesundheit, das Alter, den Trainingszustand und sogar das Stressniveau der Person liefern. Durch die Analyse der HRV einer Person über mehrere Tage wird der Ermüdungswert ermittelt.

Studien

Für alle wichtigen Parameter werden umfangreiche Studien in Kooperation mit namenhaften Partnern durchgeführt und statistisch ausgewertet. Als Referenz dienen medizinisch zugelassene Standard Messgeräte.

StudienleitungReferenzAnzahl ProbandenDaten in StundenMittlerer FehlerStandardabweichung
Universitätsklinikum BonnEKG5734– 1,45 ms± 1,01 ms